Hochbeet richtig befüllen und pflegen


Damit eine optimale Basis für bestes Wachstum im Hochbeet geschaffen wird, ist es wichtig, Schichten anzulegen. Wie das geht und aus was die Schichten bestehen sollten, erklärt die Experten-Anleitung.


Schicht-Grund

Ein Hochbeet funktioniert ähnlich wie ein Komposthaufen. Er besteht aus organischen Stoffen, die Humus sowie Wärme im Inneren entstehen lassen. Vor allem Letzteres ist durch die Verrottung von großer Bedeutung, weil sie im Vergleich mit einem herkömmlichen Gartenbeet durch eine höhere Temperatur von etwa fünf Grad Celsius das Wachstum begünstigt und auch Erntereifen beschleunigt.

Schicht-Komponenten

Bevor mit der Schichtung begonnen wird, sollten die dazu erforderlichen Komponenten vorhanden sein und bereitliegen.

Weitere benötigte Materialien:

  • Gegebenenfalls Spaten zum Ausstechen einer Rasenfläche unter dem geplanten Hochbeet

  • Grabgabel

  • Drahtgitter, feinmaschig (Hasendraht eignet sich gut)

  • Drainage Material wie z.B. Kies

TIPP: Wenn die Schichtung für das Hochbeet für den Herbst geplant ist, ist es sinnvoll, bereits Gartenabfälle aus dem Frühjahr zu sammeln und zu kompostieren und erforderliche Baum- und Strauchschnitte auf den Herbst zu legen, damit ausreichend Material zur Verfügung steht.




Bodengrund als Schicht-Basis

  • Bodengrund sollte aus normaler Erde bestehen

  • Ist Rasen am Standort vorhanden, diesen ausstechen (Rasensoden später als Schicht verwenden)

  • Erste Schicht sollte auf Erdboden aufliegen

  • Erde grob mit Grabgabel auflockern

TIPP: Verzichten Sie auf das Aufstellen auf festen, wasserundurchlässigen Untergrund, wie ihn beispielsweise Beton, Steinplatten, Kunststoffbretter oder Holzpaneelen darstellen. Dies führt zu Staunässe und die Pflanzen können zügig durch Fäulnis absterben oder werden sehr anfällig für Krankheiten sowie Schädlingsbefälle.


Bodengitter



Bevor das Hochbeet aufgestellt und die erste Schicht eingefüllt wird, ist ein feinmaschiges Gitter als Drahtgeflecht als Schicht 0 anzusehen. Es dient dazu, Wühlmäuse den Zugang zu versperren. So geht`s:

  • Drahtgitter auf Stellfläche ausbreiten

  • Sollte breiter sein, als der Umfang des Hochbeets

  • Hochbeet daraufstellen

  • Ecken einschneiden, am Kasten hochdrücken und befestigen (tackern oder nageln)

  • Ideal: gesamten Innenbereich mit Karnickeldraht auslegen (auf entsprechende Größe des Drahts achten)

Drainage-Schicht

Vor allem, wenn der Boden stark verdichtet ist oder viel Wasser speichert, ist das Anlegen einer Drainage sehr sinnvoll. Diese wird in einer Höhe von etwa fünf bis zehn Zentimeter direkt auf das Gitter gelegt. Dazu eignet sich neben Kies (Bimskies) auch folgende Materialien:

  • Quarzsand

  • Tonscherben

  • Blähton



TIPP: Über die Drainage kann man ein spezielles „Drainage-Vlies“ legen, welches in jedem gut sortierten Gartenfachhandel zu kaufen gibt. Es verhindert, dass die Erde oder Bestandteile der einzelnen geschichteten Komponenten beim Gießen ausgeschwemmt werden.



Reihenfolge der Schichten eins bis drei

Die schnellste und einfachste Variante ist das 3-Schichtensystem. Im Idealfall erfolgt das Befüllen des Hochbeetes mit allen drei Füllschichten in gleicher Höhe. Dementsprechend ist ein wenig Rechnen erforderlich, bei dem die geplante Gesamthöhe ab Drainage bis Erdoberfläche ausschlaggebend ist. Dabei sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass eine Mindesthöhe erforderlich ist, aber auch eine Maximalhöhe nicht überschritten werden sollte, um von den gewünschten Vorteilen eines Hochbeets profitieren zu können. Folgend die Anleitung, wie die Schichtung optimal vorgenommen wird:


1. Schicht: grobes Füllgut- Mayr`s Hochbeet Unterbau


Die erste Schicht besteht aus groben Komponenten, die aber dennoch Luft durchlassen und für Stabilität sorgen.

  • Geeignetes Material: grob Gehäckseltes Astwerk wie unser Hochbeet Unterbau

  • Mindest- und Maximalhöhe: zwischen 20 und 30 Zentimeter


2. Schicht: verrotteter Kompost- Mayr`s Qualitätskompost Auf das grobe Füllgut, das die erste „echte“ Schicht im Hochbeet ausmacht, wird anschließend verrotteter Kompost gelegt. Es ist darauf zu achten, dass er gut durchgerottet ist, damit sich durch den eigentlichen Verrottungsprozess nicht zu hoh


e Temperaturen entwickeln, die den Pflanzen schaden können. Zu beachten gibt es Folgendes:

  • Mindest- und Maximalhöhe: 20 bis 25 Zentimeter

  • Vor dem Aufschichten Kompost mehrmals drehen (lässt Wärme entweichen und lockert auf)



3. Schicht: Gartenerde- Mayr`s Garten- und Hochbeeterde Zum Schluss wird Gartenerde auf dem Kompost verteilt. Unsere Garten und Hochbeeterde eignet sich dazu geradezu perfekt. Sie enthält natürliche Nährstoffe , die den Pflanzen von Anfang an viel Kraft zum wachsen verleihen.



Zusätzlich wird Mayr`s Garten und Hochbeeterde mit verschiedenen Tonmineralien und Sand angereichert. Die Tonmineralien wie z.B. Ziegelsplitt nehmen das Wasser auf und speichern dieses. So werden die Pflanzen auch in längeren Trockenphasen gut versorgt.

Der Sand bewirkt eine zusätzliche Auflockerung der Erde.






Ist eine Bepflanzung mit starkzehrenden Pflanzen geplant, ist ein guter Dünger zu empfehlen. Der Pello Plant Hochbeetdünger ist ein rein organischer Dünger aus regionalen und natürlichen Rohstoffen. Er enthält wertvollen Hühner und Rindermist und wird zusätzlich mit effektiven Mikroorganismen angereichert. Diese bewirken eine rasc


here Nährstoffaufnahme der Pflanzen und ein gesundes, kräftiges Wachstum!



Weitere Pflege des Hochbeets

Absinken der Schichten

Es ist ein normaler Vorgang, wenn sich die H


ochbeetschichten in den nächsten Wochen/Monaten nach Neuanlegung senken. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Verrottung in vollem Gange ist und auf diese Weise das Volumen im Inneren abnimmt. Hier kann simpel durch ein erneutes Befüllen mit Garten und Hochbeeterde, wie zuvor beschrieben, erfolgen, um wieder eine „normale“ Höhe zu erreichen.


Wartezeit bis Pflanzung

Eine Wartezeit muss für die Neupflanzung eines Hochbeets theoretisch nicht eingehalten werden. Allerdings ist der beste Zeitpunkt zum Befüllen des Hochbeetes der Herbst, was bedeutet, dass der Winter mit frostigen Temperaturen vor der Tür steht. Zu pflanzen sind direkt nach der Schicht-Füllung winterharte Pflanzen und/oder Wintergemüse. Tulpenzwiebeln sind übrigens auch eine gute Idee für die Herbst-/Winterpflanzung ins frisch angelegte Hochbeet. Ansonsten kann man mit dem Einpflanzen einfach bis zum Frühjahr warten.


Problem frische Schichtung

Die hier angegebenen Schichtungen für das Hochbeet bergen das „Problem“, dass sie sehr viele Nährstoffe freisetzen. In dem ersten Jahr sollten ausschließlich starkzehrende Pflanzen eingesetzt werden, die mit dem hohen Nährstoffgehalt zurechtkommen. Ab dem zweiten Jahr sind mittelzehrende Pflanzen ideal und ab dem dritten Jahr finden Schwachzehrer folglich einen geeigneten Pflanzort im Hochbeet.


TIPP: Ein großer Erfolgsfaktor ist der Standort des Hochbeets! Am Besten ist ein Platz in der vollen Sonne. Nur Vormittags oder Nachmittagssonne schränkt das Pflanzenwachstum ein.

Doch Vorsicht! Wenn sich die Seitenwände des Hochbeets zu stark erhitzen, trocknen auch die Erdschichten darin sehr stark aus und es muss wiederum mehr gegossen werden.

Deshalb unser Tipp: Am Rand des Hochbeets hängende Gewächse setzen (wie z.B. Kapuzinerkresse), die die Hochbeet Wände mit ihren Pflanzgeflächten abdecken und vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen!




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